Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

Mein Neuer Blog

Mein Neuer Blog
SOUNDCHEQUER
Posts mit dem Label cryptic tales werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label cryptic tales werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 25. November 2009

review Cryptic Tales: Anathema

Ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich das aktuelle Werk der Polen, das Album „VII Dogmata of mercy“, auf dem Tisch. Mittlerweile haben sich Redrum666 Records des Erstlings von Cryptic Tales angenommen und das ursprünglich als Tape veröffentlichte Album auf CD gepresst, inclusive einem recht umfangreichen Multimedia-Bonus. Das Remastern der sechs Tracks ist nicht ganz gelungen, möglicherweise sollte auch der Charme der siebzehn Jahre alten Aufnahmen nicht zu sehr durch Modernisierungen verschlimmbessert werden. Man kann es nur ahnen. Was man aber deutlich hört, ist der Ursprung der Band um Sänger und Gitarrist Piotr Kopko. Und ach, wären sie doch dabei geblieben! Ehrlich, das was Cryptic Tales Anfang der 90er aus den Instrumenten geholt haben, schlägt das heutige Melo-Synth-Black-Metal-Geseier um Meilen. Nun ist „Anathema“ aus heutiger Sicht vielleicht nicht mehr der Überhammer, aber die damalige Wirkung und den Grund für einen gewissen KultStatus, wenigstens in der Heimat, kann man nachvollziehen. Der düster-atmosphärische, grollende Death Metal, mit ein paar Doom-Einsprengseln, kann sich wirklich hören lassen. Cryptic Tales haben richtig gute Ideen, um die durchaus langen Songs auf Spannung zu halten. Mittels der eingestreuten Keyboard-Passagen kann man die spätere Hinwendung zum öden DimBurger-SchwarzBlabla vielleicht ahnen (wenn auch nicht verstehen). Alles andere aber - die KonzertGitarre, die Kontrabass-Untermalung, die derben Growls, die herausstechend klagenden Soli des SechsSaiters, die teils progressiven Strukturen – zeigen Mut zum Experiment, den Willen, etwas Eigenes zu kreieren. Was hätte sich daraus entwickeln können... Dieses Re-Release ist also berechtigt, und den Vergleich mit den heute hochgehandelten Klassikern á la Dismember oder Edge Of Sanity müssen die Polen nicht scheuen. Nur der Sound könnte noch ein, zwei Zacken besser sein. redrum666.net

Donnerstag, 2. Juli 2009

review Cryptic Tales: VII Dogmata of mercy

Anläßlich der Wiederveröffentlichung ihres 2008er Albums „ VII Dogmata of mercy“ am 01. April diesen Jahres durch Crash Music, haben mir die Polen von Cryptic Tales eine einheimische Version des Teils zukommen lassen. Sie waren wohl wenig zuversichtlich, daß die Amis das machen würden. Tja, hilf dir selbst... Gut, Gott wird ihnen wahrscheinlich auch nicht helfen. Weder wollen noch können. Denn Black und Death Metal sind eh Teufelswerk, warum sollte er also "wollen". Zum Thema „können“: Die Fähigkeit, Metal zu spielen, ist bei Cryptic Tales zweifellos vorhanden. Immerhin gibt es die Band schon seit zwanzig Jahren und rein technisch kann den Beteiligten auch niemand ans Bein pinkeln. Aber schon beim Songwriting geht das Drama los. Wahrscheinlich ist beim Thema „keyboardlastiger Black Metal mit Death-Metal-Ausflügen“ alles gesagt worden, weswegen es schwierig ist, sich von der Masse abzuheben. Egal, ob man es mit modernen oder oldschooligen Methoden angeht. Von daher KANN ihnen auch kein Gott mehr helfen. Was mir noch am meisten zusagt, sind die schnellen Parts, die stärker ins Todesblei spielen und in fast allen Tracks auftauchen. Aber das melodische Gehabe und die dominant synthetische Begleitung und das Geklimper gehen mir halt auf den Zeiger. Leider sind die Songs zudem stark auf Länge gewalzt, so daß eigentlich nach vier oder meinetwegen fünf Minuten nichts weiter mehr passiert. Aber das Problem haben nicht nur Cryptic Tales, es ist ein generelles. Übrigens – derartig posen wie Cryptic Tales auf dem Backcover gehört definitiv verboten. Wenn sich Enddreißiger hinstellen und auf „böse“ machen, kann es durchaus peinlich aussehen. Besonders der Typ ganz rechts sieht eher aus wie ein Clown denn ein ernstzunehmender Metal-Musiker. Gut dann, „VII Dogmata of mercy“ ist kein wirklich schlechtes Album, aber eben auch kein herausragendes, das man nun unbedingt haben muß. Wer auf Old Man's Child, Dimmu Borgir und frühe Cradle Of Filth steht, kann Cryptic Tales bestimmt was abgewinnen. www.myspace.com/cryptictalesband