Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

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Sonntag, 13. Dezember 2009

review Devious: Vision

„Vision“ ist das dritte Album der Holländer, die nach dem Zwischenstopp von Sänger Coen Tabak auf dem Zweitwerk „Domain“ seit Sommer 2008 wieder mit UrFronter Arnold Oude Middendorp unterwegs sind. Der Gesamtauftritt der Band hat sich deswegen aber nicht großartig geändert. Zwar ist der neue alte Shouter dem Vorgänger nicht wirklich ähnlich, da aber das Material eh mehr auf die Wirkung von Gitarren und Drums setzt, spielt das nicht die große Rolle. Mir gefiel Coen mit seiner abwechslungsreicheren Stimme dennoch besser. Aber sei's drum, diese acht Songs hier sind im Vergleich zu „Domain“ von 2007 sowieso kein Fortschritt. Eher geht’s ins Gegenteil, denn Devious bringen zwar ihre „Trademarks“, sprich hoher TechnikFaktor plus Melodik und Eingängigkeit, auch hier wieder ein, kriegen es aber meiner Meinung nicht hin, ihre Tracks über die gesamte halbe Stunde interessant zu halten. Vielmehr steht der überwiegende Teil des Materials statisch in der Gegend rum und groovt vor sich. Daß der Death Metal des Fünfers mit diversen ThrashZitaten, gelegentlichen BlackMetalAmbitionen, KeyboardEinlagen und weiblichen GesangsParts angereichert wurde, mag stellenweise ganz nett anzuhören sein, entbehrt aber der Wirkung, den Stoff abwechslungsreicher zu machen. Vielmehr wird nur die Griffigkeit der Songs erhöht und der Wert des Ganzen minimiert. Anstatt konsequent die technisch orientierte Schiene, mit Auflockerungen hier und da, zu fahren, läßt man einen AllerweltsSound zu. Schade. deitydownrecords.com

Dienstag, 7. April 2009

review Dark Vision: Bestial remedy

Death/Black Metal der gehobeneren Sorte liefern uns die Griechen von Dark Vision. Ihre aktuelle MCD, die als DigiPak für eine Handvoll Euro vertickt wird, besteht aus fünf Tracks. Wobei ein kurzes Intro die Scheiblette startet und mit „Signs from fallen stars“ der Track des gleichnamigen Demos von 2004 neu eingespielt wurde. Drei neue Songs also nur. Ja, sparsam sind Dark Vision, was das Herausgeben ihrer kreativen Ergüsse angeht, bestehen doch auch die meisten ihrer Demos der letzten Jahre aus gerademal einem Song. Ansonsten aber gibt sich die Band ziemlich opulent. Nicht im Sinne von symphonisch oder in die Länge gezogen. Die Songs sind knackig, weisen aber trotzdem viele Details auf. Die Gitarren glänzen mit feinen Leads, einfach nur knallhart sägenden Passagen und begeben sich auch mal in ruhiges Fahrwasser. Dark Vision holzen nicht sinnlos drauflos, sondern zeigen trotz der Brutalität geschicktes Handwerk und, im Rahmen, abwechslungsreiches und angenehm modernes Songwriting. Zusammen mit der permanenten düster-bedrohlichen Atmosphäre, spielen sich Dark Vision in die Nähe von Dissection oder auch Necrophobic. Soundtechnisch geht diese EP, oder eben MCD, ebenfalls in Ordnung. Nur die Vocals hätte man etwas druckvoller in Szene setzen können. Aber für eine Eigenproduktion ist das allemal okay. Anspieltipps sind „Warpulse“ und der Titeltrack. www.myspace.com/darkvisionofficial