Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

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Mittwoch, 16. Dezember 2009

review Dawn Of Demise: Lacerated

Ein Fall für die Ich-muß-alles-haben-Fraktion: Im Vorfeld der im Januar erscheinenden zweiten Full-Length schicken Deepsend Records diese EP der Dänen Dawn Of Demise ins Rennen. Darauf befinden sich neben drei CoverSongs (Suffocation, At The Gates plus Obituary's „Turned inside out“ als Highlight) und zwei Videos lediglich zwei neue Tracks - „Extinction seems imminent“ und „Ridden with disgust“. Schlecht ist das alles nicht. Die FremdKompositionen werden ziemlich nah am Original gespielt, wobei dort im Nachhinein auffällt, daß Dawn Of Demise besonders die Art, wie Suffocation den Death Metal durch den Äther jagen, mögen. Nicht als KopierVorlage, sondern als Inspiration. Die Dänen jedenfalls haben einen erbarmungslosen Grunzer am Mikro stehen und dazu fette Riffs im Programm, die sie dem Hörer mit Vorliebe mittelschnell und groovend auf die Schädeldecke knallen. Und statt ellenlanger MelodieVorträge wird hier und da ein zackiges Solo intoniert – fertig ist ein brutales Gebräu, das die Matten kreisen läßt. Ob man dieses „kleine“ Werk hier nun um jeden Preis haben muß, darf bezweifelt werden. Das nächste Album sollte aber schon mal ins Auge gefaßt werden. deepsend.com

Dienstag, 8. Dezember 2009

review Expulsion: Wasteworld

Boah ey, Expulsion lassen es aber unbarmherzig krachen. Mit ihrem Debüt legen die fünf Mannen, die sich nur per Initialen zu erkennen geben, ein Scheibchen auf den Tresen, das Thrash-Liebhabern einen wohligen Schauer über den Rücken jagt. Der ZwölfTracker strotzt vor Energie, die mit hohem, spieltechnischem Aufwand in den Äther gedrückt wird. Auf „Wasteworld“ regieren Geschwindigkeit, inclusive reichlicher Wechsel, und Ideenreichtum. Hier und da vermißt man im Sound etwas den Kesseldrescher, der sich brutal ins Zeug legt, aber gegen die Gitarren und den Brüllwürfel nur gelegentlich ankommt. Ansonsten sägt hier ein halbstündiges Opus durch's Unterholz, welches kaum Wünsche offen läßt. Wenn es die Band nämlich zukünftig noch versteht, die manchmal nervig episch-ausgewalzten SoloEskapaden und DuellSpielereien auf ein Optimum zu senken, dürfte etwas Großartiges heranwachsen. Bezeichnen wir „Wasteworld“ als sehr starken Einstand einer vielversprechenden Truppe aus Holland. Mehr muß man nicht sagen. Kurz und gut: Empfehlenswert. deepsend.com

Freitag, 20. November 2009

review Antagony: Days of night

Mit Antagony haben Deepsend Records mal wieder eine recht ansprechende und interessante Truppe unter die Fittiche genommen. Gegründet 1996 als YFH, begann man im Punk und „mußte“ später jahrelang als ErsatzteilLager für All Shall Perish herhalten. Das ist mittlerweile ebenso Geschichte wie irgendwas Punkiges im Songwriting. „Days of night“, das dritte Album der Kalifornier, ist in grober Betrachtung ein Mischmasch aus vielerlei MetalStilen. Daran versuchen sich einige Bands, und setzen sich damit zwischen alle Stühle. Antagony gelingt dagegen (zumeist) das Unterfangen, in allen zehn Songs Aggression und düstere Stimmung zu verbinden und mittels Death, Black und Dark Metal, TraditionsStahl und CoreElementen in den Gehörgängen zu verbreiten. Antagony beherrschen den scheinbar nahtlosen Wechsel zwischen Stilen und Tempi, wobei das schnelle TodesGeschredder mit wütenden, abwechslungsreichen Growls den Hauptanteil an der mächtig treibenden ArschtrittAttitüde des Albums hat. Damit ist eigentlich alles gesagt. Nicht viel möglicherweise, aber ausreichend um zu erkennen, daß „Days of night“ keine DurchschnittsWare im Wust der Veröffentlichungen ist. Darf man sich, vorallem als DeathMetalFan, ruhigen Gewissens zulegen. Der AnspielTipp überhaupt: „The ladder“ deepsend.com

Dienstag, 3. November 2009

review Unholy Matrimony: Croire, décroître

Also, man kann seine Zeit sicher noch sinnloser totschlagen als mit dem dritten Album von Vladimir Cochet, der neben Weeping Birth und Mirrorthrone eben auch noch Unholy Matrimony „betreibt“. Waren mir die VorgängerScheiben namens „Love and death“ und „Misologie“ schon als nur durchschnittlich hängengeblieben, seh ich bei „Croire, décroître“ („vom Glauben abfallen“?, „glauben, schwach werden“?) keine großartigen Veränderungen, geschweige denn Verbesserungen. Auch dieser AchtTracker bietet durchschnittlichen Black Metal, mit starken Tendenzen zu Progressive (und) Death Metal. Die Songs sind fast alle viel zu lang und wenig abwechslungsreich, als das sie in diesem GenreGemisch über längere Zeit den Hörer fesseln könnten. Der eindeutige Gebrauch eines DrumComputers wirkt sich natürlich nicht positiv aus. Vorallem, weil es größtenteils auf ein pures, nagelndes MaschinenGeräusch hinausläuft und die Tracks doch eher emotionale Themen behandeln. So bleiben die einzigen Lichtblicke die GitarrenTechnik und der wie immer passende, variable, französische „Gesang“ des Schweizer Machers. Aber das ist eben zu wenig. deepsend.com

Dienstag, 27. Oktober 2009

4-CD-Pack zu gewinnen

Das Teeth Of The Divine OnlineMag und Deepsend Records, beide aus USA, veranstalten gerade eine gemeinsame WerbeAktion. Bei der gibt es gleich vier CD's auf einmal zu gewinnen. Und zwar The Cleansing’s “Poisoned legacy”, Antagony’s “Days of night”, Expulsion’s “Wasteworld” und Unholy Matrimony’s “Croire, decroitre”. Allerdings auch nur für einen Teilnehmer, der aus der Masse ausgelost wird. Um mitzumachen, muß man sich im TOTD-Forum anmelden (oder bereits Mitglied sein) und dann eine E-mail mit dem Betreff "Deepsend Records Giveaway" sowie dem eigenen UserNamen, EchtNamen und MailAdresse im Text an "editors (at) teethofthedivine.com" senden. Allerdings weiß ich nicht, ob die Aktion eventuell nur für US-Bürger gedacht ist. Probieren kann man's ja mal...

Donnerstag, 15. Oktober 2009

review The Cleansing: Poisoned legacy

Für ein Debüt ist „Poisoned legacy“ von The Cleansing in seiner Qualität schon ganz ordentlich. Zwar muß man dabei auch anmerken, daß die beteiligten Herrschaften keine Jungspunde im Death Metal sind – die Hörner hat man sich bei Usipian, Panzerchrist, Exmortem, Iniquity und Corpus Mortale abgestoßen - dennoch ist das Zusammenwirken auf diesem Album aller Ehren wert. Und was sagt uns die Zwischenbemerkung noch? Ja, The Cleansing kommen aus Dänemark. Zwar hört man von unseren nördlichen Nachbarn nicht übermäßig viel in Sachen Metal, aber wenn, dann hat es (meistens) Hand und Fuß. Nun ist hier mit Sicherheit kein Meilenstein entstanden, aber ein Album, daß man sich dauerhaft anhören kann. „Poisoned legacy“ bläst dir während seiner zehn Tracks ordentlich die Gehörgänge frei und läßt dich im KrachSchuppen deiner Wahl mit erhobener Pommesgabel den Schädel kreisen. Das Material des Quintetts ist zwar technisch anspruchsvoll, wird aber nicht vordergründig derart gespielt, aber locker und abwechslungsreich zelebriert. Hier und da mal melodisch, kleine Frickel-Passagen zwischendurch, schwere, doomige Düster-Abschnitte sowieso. Irgendwie stimmt da die label-seitige Schubladisierung mit Morbid Angel und Dawn Of Demise schon, wobei ich noch Cannibal Corpse und Hail Of Bullets einfügen möchte. Nur daß The Cleansing um Längen besser sind als Letztgenannte. Tipps: „Flesh recycled“, „The domino of phantom effects“, „Derelict“ deepsend.com