Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

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Montag, 30. November 2009

review Fferyllt: Dance of druids

Seltsamer Name, oder? Laut encyclopedia.com ist er eine walisische Ableitung von Vergil, einem römischen Dichter, und kommt in der keltischen Mythologie vor. Und Fferyllt, also die Band, kommt aus Rußland. Und macht Folk Metal. Oder Folk Viking. Wie ihr wollt. Aber immer hübsch melodisch und symphonisch. Wie's halt gerade so angesagt ist. Also, nicht daß die Mann- respektive Frauschaft (einschließlich GastMusiker sind's acht Männlein und drei Weiblein) ihre Sache generell schlecht machen würde. Das elf Song starke Werk mit fast einer Stunde Laufzeit ist abwechslungsreich gestaltet und beinhaltet alle typischen Trademarks. Und das war's dann auch schon. Wer eh auf so Zeug steht, kann „Dance of druids“ ja mal ein Ohr leihweise überlassen. Da gibt’s sogar einen EnsiferumKoffer („Lai lai hei“) obendrauf, und man versucht sich an Eluveitie's „Inis Mona“. Wer dann noch über das fürchterliche Schlagzeug aus der Retorte, die ebenfalls nur durchschnittliche männliche Singstimme, sprich Growls, und den stellenweise übertrieben theatralischen, weil größtenteils doch sehr angenehmen, weiblichen Gesang hinwegsehen kann, bekommt ein gutes Album. stygiancrypt.com

Mittwoch, 18. November 2009

review Folkearth: Fatherland

Ich bin ehrlich enttäuscht von Folkearth. Das letzte Album „Songs of Yore“ war schon nur ein halbgarer Akustik-Abklatsch seines Vorgängers „Father of victory“ und konnte (wiedermal) nur teilweise mit dem bis dato beeindruckendsten Werk der internationalen Truppe, dem 2006er Output „By the sword of my father“, mithalten. Positiv anzumerken ist eigentlich nur, daß sich Folkearth von Release zu Release personell einschrumpfen und keine dreißig Leute mehr involviert sind. Gesund wird die Sache damit allerdings nicht. Denn eigentlich sollte man meinen, daß ein schmaleres Line-up gewisse Prozesse optimiert oder wenigstens vereinfacht, und damit die Qualität steigt. Bei Folkearth, dieser Eindruck entsteht leider, führt es aber nur dazu, daß die Frequenz der Veröffentlichung gesteigert wird. Masse verdrängt Klasse. Allein in 2008 gab es drei Full-Length, und Album Nummer 7 („Rulers of the sea“) ist offiziell am 09. Oktober diesen Jahres erschienen. Sicher ist es nicht leicht, die Ideen vieler Musiker unter einen Hut zu bekommen. Und immerhin steht hinter jedem Album von Folkearth ja auch ein gewisses Konzept. Nur sollte man eventuell auch mal die Kritik der Presse annehmen, die entgegen der Promo-Beteuerungen nicht immer freundlich gestimmt ist. Zumindest bei Dingen, die offenkundig schiefgehen. Etwa bei den männlichen Vocals, bei der wild zusammengewürfelten, unschlüssigen Reihenfolge der Songs und nicht zuletzt, was die reine ProduktionsQualität betrifft. Die schwankt nämlich wieder beträchtlich zwischen DemoGematsche („Terror from the sea“) und DurchschnittsSound (TitelTrack). Daß die female vocals den Gesang der männlichen Kollegen, insbesondere und schon wieder Elio d'Alessandro, gnadenlos ausstechen, ist nicht neu und muß auch hier wieder massiv kritisiert werden. Zu den NegativPunkten kommen dieses Mal aber leider auch noch Einfallslosigkeit, weil altbekannte Riffs und Themen recycelt werden, und TimingProbleme („The fall of Atlantis“). Sollte jemand im Bereich Folk/Viking einfach alles haben müssen – bitte sehr. Dem normalen Konsumenten muß ich aber von „Fatherland“ abraten. stygiancrypt.com

Dienstag, 20. Oktober 2009

review Diathra: My endless sorrow

Ich will's kurz machen über Diathra, denn der Titel der aktuellen, zweiten Scheibe läßt den Stil der zehn Songs deutlich mitschwingen: das weißrussische Sextett spielt Gothic Doom Metal mit viel Atmosphäre. Festgemacht wird die hier, nicht wie so oft üblich an der kalten Jahreszeit, sondern am Thema „Herbst“. Das Debüt der Band hieß schon „Wistful autumn dance“, auf „My endless sorrow“ hört man „Autumn“ und „My autumnal images“. Handwerklich gibt es an den zumeist getragenen Stücken absolut nichts auszusetzen. Es ist Diathra auch offensichtlich nur daran gelegen, hier musikalische Qualität abzuliefern. Man verzichtet auf irgendein Image, das Bandphoto im Booklet ist eher ein Schnappschuß für's FamilienAlbum, das Layout simpel und naiv, aber doch auch wirkungsvoll. Ebenso ergreifend und perfekt passend ist der Gesang von Marina Volovik, die den größten Anteil an der melancholischen Stimmung des Albums hat. Keyboarder Dmitriy Laptenok gibt sporadisch ein paar Growls hinzu, das Piano legt einen Teppich aus, und nur selten werden Diathra aggressiv. Der mit klassischen Ansätzen angereicherte Heavy Metal poltert kaum mal in mittelschnellen Takten. Wer also von schwermütiger Schönheit nicht genug bekommen kann – Diathra kann man mal testen. Ein neues Album, das stilistisch und soundtechnisch anders sein soll, ist schon in Arbeit. stygiancrypt.com