Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009

review Dunkelwerk: Höllenbrut

Zum Datum passend mal was (für mich) Neues: Endzeit Electro. Unter diesem Label macht Losttrooper seit rund sechs Jahren mit seinem StudioProjekt Dunkelwerk laute und düstere, elektronische Musik. „Höllenbrut“ ist das zweite Album nach „Troops“ von 2005, bei dem sich der Macher ob des Konzepts (Zweiter Weltkrieg) wieder mal dem Vorwurf, faschistischer oder faschistoider Ideologie Vorschub zu leisten, ausgesetzt sah. Das Ganze erwies sich, untermauert in zahlreichen Interviews, als grundlos, und mit dem aktuellen Zwölf-Track-Werk geht Dunkelwerk jeglichen Angriffen aus dieser Richtung von vornherein aus dem Weg. Hier gibt’s dann schon mal einen Song über Schneewittchen („Fairest of all“). Vielleicht ist das ein Grund dafür, daß „Höllenbrut“ etwas der Biß fehlt. Sowohl textlich wie auch musikalisch. Einiges, wie das gerade erwähnte „Märchen“Lied oder „Grabgesang“, plätschert doch recht harmlos durch die Gehörgänge und lebt eigentlich nur von den Beats. Die Intentionen sind klar, können aber, das beweisen andere Tracks, wesentlich eindringlicher umgesetzt werden. Dort, wo DarkElectro und EBM in treibende Takte gesteckt wurden. Es muß nicht unbedingt plakative, schnelle Aggression wie beim Opener „The majesty of vengeance“ oder „Croatoan“ sein. Auch eher erzählende, atmosphärische Sachen wie „Ungethuem“ und „Your love“ haben einen starken Reiz, der wie bei allen Stücken der Scheibe durch die abwechselnde Nutzung der deutschen und englischen Sprache mit einer kaum, wenn überhaupt, verfremdeten Stimme noch vertieft wird. Tanzbar ist das meiste auf „Höllenbrut“, herausragend sind insgesamt „Wolves and nightingales“, „Mehr Licht“ und „Der Kapitän“. alfa-matrix.com

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Nitzer Ebb bei Alfa Matrix

Wie aus dem HauptQuartier des Labels gemeldet wird, haben sich auch Nitzer Ebb, die englischen UrGesteine des EBM, unter die Fittiche von Alfa Matrix begeben. Das neue Album "Industrial Complex" wird demnächst mit jeder Menge BonusTracks und einer extra RemixCD veröffentlicht. alfa-matrix.com

Freitag, 27. November 2009

review Acylum: The enemy

Ich hab mich vor dieser großspurigen „Rezension“ hier ja mal schlau gemacht über Acylum. Will ja nicht ganz blöd sterben. Deswegen weiß ich jetzt, daß es das Chemnitzer Projekt seit 2004 gibt, es momentan aus Pedro Engel und Nadine Hagenbeck besteht und „The enemy“ das dritte Album ist. Und die ganzen Animositäten um das Thema, wer denn nun wen rausgeschmissen oder verlassen hat (Kai Arnold vom Projekt Wynardtage war bis vor kurzem Sänger und Songwriter bei Acylum), gehen mir am Allerwertesten vorbei. Die Diskussion um die Texte ist da schon eher zwei Sätze wert. Schließlich sind diese kontrovers, egal ob's nun um Kindesmißbrauch, Ausländer/ZuwandererProblematik oder RechtsRadikalismus geht. Die Positionen des Machers sind unter Umständen nicht ganz deutlich, wenn man sich etwa „Zyklon-B“ anhört. Aber Acylum deswegen in die Nazi-Ecke stellen zu müssen, ist einfach Blödsinn. Wesentlich unproblematischer ist da der Sound, den das Duo aus den Boxen schleudert. Sofern man nicht gerade auf Andrea Berg und Konsorten steht. Dann könnte es schwierig werden. Denn Acylum stehen für harsche Electro/Industrial-Klänge mit viel ClubPotenzial. GrundRhythmus, Samples und Lyrics sind immer perfekt aufeinander abgestimmt und schlagen als Einheit erbarmungslos und zynisch zu. Hin und wieder bedienen sich Acylum auch mal bei „Kollegen“ wie Eminem („Crazy“) und besonders gerne, so scheint es, bei „American History X“. Die Geschwindigkeiten der Tracks variieren ständig zwischen „chilled“ („Lightning child“, „Drive by“) und Sperrfeuer („Run away“). Langweilig wird das gut einstündige Teil auf keinen Fall, wenn ich auch mit dem teilweise übertriebenen Hiphop-Getue oder GangstaRapper-Schmarrn nichts anfangen kann („...Acylum fickt das Land...“, oder die Abrechnung mit dem Ex-Partner in „Wynard“) und die weibliche Stimme für eher mies halte. Stücke zum Testen sind „Torture tactics“, „Hetzjagd“ und „Crazy“. alfa-matrix.com



Sonntag, 8. November 2009

Neues Album von Helalyn Flowers

Über Alfa Matrix erscheint, wie angekündigt, am 27. November das neue Album "Stitches of Eden" von Helalyn Flowers. Nachdem mir die kürzlich rezensierte EP "Spacefloor romance" nicht wirklich gut reingelaufen ist, kann mir das eigentlich egal sein. Vielleicht vertrau ich aber mal der "Werbung", die der Scheibe eine besondere Dimension zwischen Electro- und GitarrenOrientierung andichtet. alfa-matrix.com

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Neu bei Alfa Matrix: Krystal System EP

Ende 2008 hatte das Pariser DarkElectro/Wave/Trash-Duo Krystal System ihr Debüt "Underground" über Alfa Matrix abgeliefert. Ende November diesen Jahres gibt es eine neue EP namens "VooDoo Night Sessions" mit Überarbeitungen von fünf eigenen Tracks und zwei KofferVersionen von Depeche Mode's "Master and servant". alfa-matrix.com

Freitag, 16. Oktober 2009

review Helalyn Flowers: Spacefloor romance

Who the fuck...?? Wird sich vielleicht der eine oder andere fragen. Helalyn Flowers? Nein, hab ich mir nicht gekauft. Aber Alfa Matrix, das zuständige Label, war so frei, mir eine Promo dieses italienischen Duos zu übergeben. Einem geschenkten Gaul... Na gut, schauen (in diesem Falle: hören) wir mal. Helalyn Flowers – das sind ein rein optisch sofort in die Kategorie „Goth/EmoRock“ fallendes Pärchen namens N0emi Aurora und Max Flowers, das es seit 2005 gibt. In den USA haben sie wohl sofort gut eingeschlagen, zumindest waren sie dort mit Linkin Park und Faith No More in den Top 10. Aber die Amis sind eh etwas verquer, was musikalischen (Un)Geschmack betrifft. Die vorliegende EP nun soll als Einstimmung auf das kommende Album „Stitches of Eden“ angesehen werden. Okay, ob ich mir das dann noch antue, muß ich mir stark überlegen. Denn was machen Helalyn Flowers eigentlich? Nicht viel mehr als Pop-orientierten ElectroRock, bei dem DarkWave-Anflüge vorhanden sind. Un-Pop-ig sind dagegen die doch recht düsteren Texte. Aber das reißt's dann für mich nicht mehr raus. Auf „ Spacefloor romance“ findet man drei neue Tracks (Hybrid moments, Your killer toy, Never enough) sowie drei Remixe des ersten und einen des zweiten Songs. Bis auf den Bass-starken Leaether-Strip-Remix von „Hybrid moments“ und dessen Original sagt mir auf der Scheibe nicht viel zu. „Your killer toy“ zum Beispiel versumpft zu stark in Mainstream-Rhythmik, „Never enough“ ist trotz der besonders ausdrucksstarken VokalLeistung zu dünn und flach. Soll ich auf das Album gespannt sein? alfa-matrix.com
(Der Song im Video ist älter. Und härter als das aktuelle Material)

Freitag, 18. September 2009

Alles muß raus! Heute: News...

Und wieder ist 'ne Woche fast rum. Dabei war doch gestern erst Montag. Oder...
Zum Abschluß hier nochmal ein paar Neuigkeiten aus der Musikwelt im KompaktFormat:
Alfa Matrix hauen gerade drei neue Releases raus. Erstens Dunkelwerk mit dem zweiten Album "Höllenbrut", Helalyn Flowers mit ihrer EP "Spacefloor romance" und die DunkelElektriker Acylum mit dem Drittwerk "The enemy". Zu allen drei Veröffentlichungen gibt's hier demnäxt Reviews. alfa-matrix.com
Debemur Morti Productions geben bekannt, daß das kommende, dritte Album von Ruins "Front the final foes" heißen wird. Auf der MySpace-Seite der tasmanischen SchwarzMetall-Teufel gibt's außerdem zwei neue Songs zu hören. debemur-morti.com
Von Mirrors Of Life ist zu hören, daß aktuell die Produktion zu "Silence" von Smashed Ruins abgeschlossen ist und die CD bald erhältlich ist. Außerdem sollen Zwenz wieder im Studio sein, um neue Songs aufzunehmen. Was ich nicht so recht glauben mag, weil die Auflösung doch ziemlich radikal war. Wir werden sehen. mirrors-of-life.de
Von den Großkopferten gibt's auch wieder mal was zu hören. Die Krise schlägt zu, das Geld wird knapper, da sind Übernahmen oder Aufkäufe an der Tagesordnung. Euphemistisch heißt das in der Label-Sprache dann "Kooperation". Jedenfalls haben Century Media (groß) mal eben InsideOut/Superball Music (klein) geschluckt. Thomas Waber, Gründer der "kleinen", dürfte sich über einen kleinen Bonus freuen, Century Media sind weiter auf dem Weg zu einem AllerweltsLabel. centurymedia.com

Samstag, 20. Juni 2009

Was zur Hölle ist: Komor Kommando

Komor Kommando ist ein niegelnagelneues Projekt von Sebastian R. Komor, einem in Polen geborenen, in Norwegen aufgewachsenen und momentan in Kanada lebenden Musiker und Produzenten, der sich in der Schnittmenge von Industrial, Metal und Techno bewegt. Zwischenzeitlich mit Melt, Icon Of Coil, Moonitor und Zombie Girl beschäftigt, macht er jetzt ein neues Projekt auf und hat damit bei Alfa Matrix eingecheckt. Wie sich so was wie Komor Kommando anhört? So:
Oder gefällt euch das besser??