Peter Gabriel zum 60ten! Sein neues Album "Scratch my back" ist gerade rausgekommen.

Mein Neuer Blog

Mein Neuer Blog
SOUNDCHEQUER

Dienstag, 17. November 2009

Label News I: Ecocentric Records

Noch in diesem Jahr wird das Lahnsteiner Label folgende Sachen rausbringen: "Damnatio ad Bestias vol 1": Defektro/tn666 split (japanischer IndustrialHarshNoise vs. deutsche Dronescapes) sowie "Es ist Kraft" von Aggrotronic (deutscher Electro-8bit-Grindcore). Für nächstes Jahr sind schonmal Extreme Smoke 57, Bastard Noise und 7 Minutes Of Nausea in Planung. ecocentricrecords.com

I survived a familienfeier/Tragik und Hype eines Todes

Fünf Tage Streß im Rahmen einer kombinierten FamilienGroßFeier liegen hinter mir. Endlich hab ich mein gewohntes Leben wieder. Denn ich hasse die großen Feiern. Ich muß das nicht haben. Ich weiß nicht, was so schön daran sein soll, tausende Hände zu schütteln, für den FamilienFrieden Interesse für Belanglosigkeiten zu heucheln, VerwandtschaftsVerhältnisse immer wieder durchzukauen und sich die meiste Zeit zu langweilen. Wenigstens gab's einige LichtBlicke. Wirkliche Freundschaften, denen Zeit und Raum nichts anhaben konnten, live aufzufrischen etwa. Oder die PokerRunden mit dem kleinen Bruder... Doch, es hatte auch seine guten Seiten. Und dann gab's das, was mich die gesamte Zeit unheimlich genervt hat: Der Freitod von Robert Enke. Jede halbe Stunde, egal ob Fernsehen oder Radio, die gleiche Nachricht. Erkläre mir mal einer, warum man um den Suizid eines Fußballers einen derartigen Hype machen muß. "Tragischer Tod" - welcher Tod ist denn nicht tragisch, für irgend jemanden? Enke mag ja ein guter Mensch gewesen. Aber wir haben davon jede Menge, und ein Teil davon stirbt, jeden Tag, auch in jungen Jahren. Warum wird plötzlich ein solcher Personen- und TotenKult betrieben? Hätte eine normale Mitteilung nicht gereicht? Suizid ist feige. Selbsttötung und damit verbundene Übertragung der Lasten, des Leids und der Probleme auf die Zurückgelassenen ist Feigheit. Und die muß man nicht glorifizieren. Und wenn sich jetzt die Großkopferten des Sport hinstellen und allen Ernstes fordern, doch mal innezuhalten und darüber nachzudenken, daß es Wichtigeres als Sport/Fußball gibt ("...da wird einem klar, wie unbedeutend die Scharmützel in der aufgeblasenen Bundesliga sind..."), ist das der Gipfel der Unverfrorenheit. Ehrlicherweise müßte man damit anfangen, den sogenannten Spitzensportlern ein normales, vernünftiges, moralisch vertretbares und nachvollziehbares Gehalt zu zahlen. Und der Heroisierung und Vergöttlichung ein Ende bereiten. Aber das wird nicht passieren. Am Wochenende, jedenfalls, wird man der Übertreibung mit schwarzes Binden und dem Enke-Trikot auf der Bank nochmal eine Spitze verpassen und dann zum Alltag übergehen. Das GrundÜbel wird allerdings bleiben: Wenn du Probleme hast, an welchem Arbeitsplatz auch immer, verheimliche sie, sonst erscheinst du schwach und bist nichts mehr wert.

Dienstag, 10. November 2009

Vorschau und Nachschlag: 2-Wochen-Release-Spezial

Letzte Woche war ich zu faul, etwas zu den neuen Sachen in den Plattenläden zu schreiben. Diese Woche wird's auch nix werden, weil ich mich morgen früh auf eine 5-Tage-InternetFrei-ComputerFrei-Tour begebe. Deshalb hier und heute noch 'nen kurzen Rückblick auf Gewesenes und eine Vorschau auf Kommendes. Der letzte Freitag war vorallem für HartwurstVerehrer ein recht guter Tag: mit AC/DC ("Backtracks"), Bonafide ("Something's dripping"), Pitbull Terrorist ("Contraband International Audio - C.I.A"), Nile ("Those whom the gods detest"), Incite ("The slaughter") und Katatonia ("Night is the new day"). Natürlich gab's in den anderen Abteilungen auch reichlich Futter (ausgefeilten ProgRock von Pelican, ElectroPop von Sono oder Annie, Americana/Grindcore/Pop - nach eigener Aussage - von Chris Garneau), nur schlägt dieses Mal Krach eindeutig Soft. Und diese Woche? Zunächst mal der Hammer schlechthin: Die ärmste Sau der Republik, der wenigste MundHarmonikaSpieler von die Welt, Michael Hirte, hat ein neues Album namens "Einsamer Hirte und Die schönsten Weihnachtslieder"! Na, da geh'n uns aber die Herzen und Sony Music die GeldBeutel gaaaanz weit auf. Jaaja, Weihnachten rockt, das ist einfach nicht zu stoppen. Nicht mal Rob Halford ("Winter songs" u.a. mit "Christmas for everyone") kann sich der konzertierten JahresendKommerzGroßaktion entziehen. Dann doch lieber ElectroCrossover von Birdy Nam Nam ("Manual for successful rioting"), den Death Metal von Dark Age ("Acedia") oder den aggressiv-düsteren Pop von Mammút aus Island ("Karkari").

Zeilenfresser: Charlotte Roche "Feuchtgebiete"

- Zwischen Provokation und trivialem Unfug -
Wird das hier ein Verriß oder nicht? Nach all dem, was man über das Buch gelesen und gehört hat, kann es nur ein solcher werden. Auch, weil ich die Roche mit ihrer leicht Lolita-haften, etwas devoten, scheinbar naiven, aber eigentlich überheblichen Art nicht ausstehen kann (wie alle anderen, die sich im Zirkus der Eitelkeiten als IntelligenzNiederung, Exzentriker und/oder Naivling darstellen, weiß auch Frau Roche um ihre Wirkung). Außerdem, denke ich, hätte sich für ihre „Feuchtgebiete“ nicht ein Bruchteil der LeseMenschen, TV-Redakteure und ZeitungsFeuilletonisten interessiert, wäre sie nicht eh schon medial präsent und hip gewesen. Zu guter Letzt war der TuttiFrutti-Effekt („Gigantische Einschaltquoten, aber niemand will's gesehen haben“) ein Ansporn, der Sache auf den Grund zu gehen.
Warum bin ich entgegen aller Vorurteile von dem Büchlein wenigstens teilweise angetan? Zwar wird die von mir erwartete Massigkeit von sexuellen und Sekretions-Abnormitäten überschritten, aber dennoch sind die „Feuchtgebiete“ streckenweise ganz lustig und auch „einprägsam“, wenn man sich daran gewöhnt hat, daß hier 95% des Geschriebenen auf „anti“ getrimmt ist und das Buch über eine angeblich Achtzehnjährige von einer damals noch nicht Dreißigjährigen verfaßt wurde. Und weil ich mir beim Lesen fast bildlich vorstellen konnte, wie Leute, mit weniger „Kunstverstand“ (Ironie!) als meinereiner, auf die Kacke-, Muschi- und SchwanzLogorrhoe reagieren. Oder mit aller Bigotterie entsetzt wirken wollen. Ja, es ist vielleicht nicht populär, von Kackwürsten, blutigen Mullklumpen und Muschischleim zu schreiben, es ist aber auch nicht pervers und schon gar nicht „porno“. Wer über gewisse persönliche KörperAktionen, Interaktionen und Reaktionen nicht lachen oder wenigstens schmunzeln kann, hat im Leben sowieso verloren. Bei mancher „Intimität“ des Buches liegt der Schluß aber dann nur allzu nahe, daß sie nur der Provokation dient. Wenn etwa die „Heldin“ in einer Art Selbstexperiment KloBrillen mit ihrer Muschi „reinigt“. Oder sich die frisch operierte Wunde (am Arsch) an den BettBremsen wieder aufreißt, um länger im Krankenhaus zu bleiben. Letzten Endes, wenn man das Extreme, zu Phantasiereiche streicht, bleibt nichts UnMenschliches. Es sei denn, man ist eben bigott oder total verklemmt. Auf den gut zweihundert Seiten ist die Erzählung außerdem immer dann gut, wenn sie vom hochfrequenten Beschreiben von Masturbation und SekretGenuß abläßt und sich auf die zugegebenermaßen recht dünne BasisGeschichte, das „normale“ Leben der IchErzählerin und das KrankenhausLeben mit jugendlich-lockerer Schreibe konzentriert. Es gibt ja auch besinnliche oder nachdenkliche Abschnitte, etwa wenn es um die (Ex)Familie und die Kindheit der Protagonistin geht. Da kann man als Leser kurz innehalten und den Puls runtergehen lassen. Aber Vorsicht, er schnappt danach gleich wieder brutal über. Sobald nämlich KörperAusscheidungen ins Spiel kommen. Und dann wirkt's auch wieder verkrampft. Langweile (durch den mit der Zeit immer trockener werdenden Witz und plakative Wiederholungen) und Unschlüssigkeiten inclusive. Manchmal scheint es, als habe sich die Autorin selbst dabei ertappt, wie sie statt einer derb-poetischen, pubertären Umschreibung Begriffe quasi aus der ErwachsenenWelt benutzt, und schwenkt behende um. Seitenlang liest man infantiles Gebrabbel von WundschorfOrgien und Kacka, Pipi & Co., und muß sich plötzlich mit medizinischen Begriffen auseinandersetzen. Sie, Helen Memel, palavert lang und breit und offenherzig über „Sauereien“ aller Couleur, übergibt sich aber fast bei dem Gedanken, daß ihre Eltern Sex hatten. Manchmal ähnelt der Schreibstil dem eines Grundschülers/einer Grundschülerin im Aufsatz („Erst mache ich das, dann mache ich das, dann mache ich das...“). Und ständig tauchen „Metallnachtschrank“ und „Chrommülleimer“ wie Treppenwitze zwischen Poritze und Kackeschwitzflecken auf.
Stellt sich noch die Frage nach dem Warum, der Intention des Buches. Sind es kranke Phantasien? Ist es reine Ironie? Soll es zum Nachdenken über Tabus anregen? Soll einer enthemmten Gesellschaft der Spiegel vorgehalten werden? Brauch die Roche Kohle? Wahrscheinlich von allem etwas, aber nur SelberLesen erkundet die Wahrheit. Und schließlich darf und muß man sich als Verleger schon mal fragen lassen, ob man eigentlich jede Absurdität herausgeben muß, einerseits. Andererseits darf man sich auch sicher sein, daß heutzutage jeder Scheißdreck auch gekauft wird. Und seien es Bananen mit Reißverschluß.

Lifeless unterschreiben bei Ibex Moon

John McEntee ist weiter auf EinkaufsTour - den neuesten Deal hat er mit den deutschen Lifeless unter Dach und Fach gebracht. Die Dortmunder Band begann 2004 mit Ex-Non Divine-Mitgliedern zu wachsen und wurde mit dem selbstproduzierten Album "Beyond the threshold of death" bekannter. Für 2010 steht die zweite Scheibe der TraditionsDeather auf dem Plan, außerdem ist ein Re-Release des Debüts im Gespräch. ibexmoonrecords.com



Slaughtered-Priest-Album bei Time Before Time

Time Before Time Records aus Polen veröffentlichen aktuell das Zweitwerk der griechischen BlackThrasher Slaughtered Priest. "World Wide War" ist der Nachfolger der 2008er Scheibe "Eternal goat reign" und soll Fans von Kreator, Destruction und Bewitched ansprechen. time-before-time.com

Montag, 9. November 2009

review Bastard Peels: Keine Bilder

Rund vierundzwanzig Minuten läuft das Label-Debüt von Bastard Peels bei Ecocentric Records, und läßt den Hörer nach dem Parforce-Ritt durch Technik und Chaos möglicherweise etwas ratlos zurück. Zugegebenermaßen ist „Keine Bilder“ ein ziemlich frischwindiger Mix aus Grindcore, Math-Fetzen und etwas Prog-Zeux. Und daß bei sechsundzwanzig Tracks keine Langeweile auftaucht, ist auch vollkommen klar. Die Attitüde stimmt bei den Österreichern ebenso wie das technische Drumherum. Aber – das Trio gleich als „Erneuerer“ darzustellen, ist doch übertrieben. Vielleicht überholen Bastard Peels Kollegen wie Pungent Stench oder Disharmonic Orchestra, was beim Tempo dieser Scheibe kein Wunder ist. Nur ist das eben auch nicht alles, und als Extremisten stehen die Jungs ganz gewiß nicht allein auf weiter Flur. Was mir konkret auf „Keine Bilder“ fehlt, kann ich nicht genau benennen. Reine Gefühlssache, daß Bastard Peels ihren Weg vorbei an ihren vermeintlichen Vorbildern noch nicht gefunden haben. Wenigstens, das sei gesagt, versinkt der Kram nicht im ChaosCore, sondern hat trotz des wirr anmutenden Getrümmers noch eine gewisse Struktur, Abwechslung, sogar relativ (!) ausladende melodische Parts. Was mich aber definitiv stört, sind die Vocals. Ziemlich stur wird auf Pigsqueals gesetzt, bei denen man mit größter Konzentration zwar auch „Lyrics“ erkennen kann, die ansonsten aber schnell nerven und stören. Wer aber genau das will – extremen, fast improvisierten Grindcore mit „Gesang“ á la Abgestochene Sau – der ist hier richtig. Bastard Peels werden's dir besorgen... ecocentricrecords.com

Sonntag, 8. November 2009

Es wird eng...

Fast alles richtig gemacht und doch nur einen Punkt geholt - wenn das man noch reicht bis Weihnachten. Für den Heiligen Gaal bei den Bayern. Der Toni mault rum, Lahm sagt ganz offen seine Meinung und wird schonmal über die Medien abgemahnt, und in der Tabelle kann man sich glücklich schätzen, daß es zum neunten Platz (noch) vier Punkte Abstand sind und heute keiner vorbeiziehen kann. Zum Spitzenreiter sind es zwar "nur" sechs Punkte, aber der Spruch von wegen "Weihnachten auf Platz 1" ist wie das berühmte Rufen im Walde. Außerdem kann sich ein FC Bayern München kaum mehrere Wochen mit Mittelmaß zufrieden geben. Der Vergleich mit Klinsmann hinkt hier insofern, als der grinsende Bäckergeselle noch nie eine Vereinsmannschaft trainiert hatte. Trotzdem und gerade deswegen muß von einem gestandenen Trainer mehr kommen. Entweder hat die Führung den falschen Mann für ein gutes Team geholt oder... Ich weiß es nicht. Daß es "da oben" eh nicht mehr ganz stimmt, zeigt schon die Aussage, daß die Berufung von Thomas Müller in die Nationalmannschaft jetzt verfrüht sei. Zu früh?? Der Junge ist zwanzig! Will man warten, bis ein Ballack Platz macht? Oder die Einsicht kommt, daß ein Schweinsteiger seine besten Tage hinter sich hat? Aber egal, die Zeiten, in denen ein Trainer mehrere Monate oder gar Jahre Zeit zur "Gestaltung" bekommt, sind definitiv vorbei. Bei den Bayern oder wo auch immer.

Neue Eisenwald-Releases

Aus der Eisenwald-Plattenschmiede gibt's demnächst folgende Veröffentlichungen: die MCD "Sorh" von Woods Of Desolation im Digisleeve, im gleichen Format die MCD "Only the wind remembers" von Austere, sowie eine Wiederveröffentlichung der MCD "Absence" der belgischen Kilte aus dem Jahr 2006. eisenton.de

Neues Album von Helalyn Flowers

Über Alfa Matrix erscheint, wie angekündigt, am 27. November das neue Album "Stitches of Eden" von Helalyn Flowers. Nachdem mir die kürzlich rezensierte EP "Spacefloor romance" nicht wirklich gut reingelaufen ist, kann mir das eigentlich egal sein. Vielleicht vertrau ich aber mal der "Werbung", die der Scheibe eine besondere Dimension zwischen Electro- und GitarrenOrientierung andichtet. alfa-matrix.com

Freitag, 6. November 2009

Agoraphobia-News: Vier Gigs bis Jahresende

Agoraphobia vermelden für die nächsten Wochen nochmal vier Auftritte. An diesem Samstag stehen sie mit Fatal Embrace, Dead Eye Sleeper, Ancient Existence, Cypecore, Zerogod und The Prophecy 23 in Neckarbischofsheim auf der Bühne. Am 21. November sind sie in Ludwigshafen mit Bresslufd, Dagor, Perish Sanity, Cast Away und Blasting Thoughts zugange. Eine Woche später dann hat Nußloch die Ehre, Agoraphobia gemeinsam mit Half Past Dead, Zombieslut und Sicknd überleben zu dürfen. Und schlußendlich, am 12. Dezember, wird nochmal Ludwigshafen geentert, mit Cypecore und Lamera im Schlepptau.

Realismus für den zwölften Spieltag

Ich versuch zumindest, meinen Tipp an der Realität auszurichten. Leicht ist das nicht. Normalerweise würde für den FC Bayern ein klaren Sieg gegen Schalke auf dem Tableau stehen. Aber momentan kann/muß man schon zufrieden sein, wenn sie das Ding nicht wieder hilflos vergeigen. Ich denke sowieso, daß, sollten die Münchner am 20. Dezember nicht wenigstens auf Platz drei stehen, es sich an der Säbener Straße ausge-Gaal-t haben dürfte. Dann ist auch die Herrlichkeit des Holländer-Louis vorbei. Schaun mer mal.
Leverkusen : Frankfurt 3:0
FC Bayern : Schalke 04 2:2
Hoffenheim : Wolfsburg 1:1
Bochum : Freiburg 0:0
Gladbach : Stuttgart 1:2
Mainz 05 : Nürnberg 1:1
Hannover : HSV 2:1
Hertha : Köln 2:1
Bremen : Dortmund 0:0

Zwei Tage Entzug

Notiz an mich: Wühle nicht in den Innereien deines Rechners rum, solange er angemessen funktioniert! So geschehen am Mittwoch nachmittag. Ich kann nicht mal sagen, was ich da im BIOS verstellt hab. Jedenfalls muß ich wohl mit "Änderungen speichern" rausgegangen sein, anstatt ohne. Und dann ging eben nix mehr. Fast nix. Der Lüfter lief, und kurz gepiepst hat er auch noch. Aber damit hatte sich's auch. Kein Bild mehr, kein Mauszeiger, keine Tastatur, kein Reset-Knopf hat gefunzt. Da half nur noch: Stecker ziehen... In der Hoffnung nicht noch mehr kaputt zu machen. Der eine oder andere hat sich vielleicht gefragt, ob ich denn angesichts der NichtLeistung der BayernKicker gegen die Franzmänner in der ChampignonLiga eventuell sprachlos geworden bin. Nee, auch wenn man sich als Fan in solchen Momenten immer wieder ein schwarzes Loch wünscht, in dem man sang- und klanglos verschwinden kann. Nun ja - jetzt läuft wieder alles. Die zwei Tage PC-Entzug sind tapfer überstanden. War auch gar nicht sooo schlimm. Aber für die nächste Zeit ist das GeduldsKontigent ausgeschöpft. In beiderlei Hinsicht...

Dienstag, 3. November 2009

News aus Zeltingen-Rachtig

Prophecy Productions annoncieren eine Split-Scheibe von Les Discrets und Alcest noch für dieses Jahr, wahrscheinlich Ende November. Den FünfTracker mit zwei neuen, bislang unveröffentlichten und drei ganz exclusiven Stücken wird es als großes Vinyl und Doppel-CD geben.
Außerdem haben Tenhi einen Teaser zum kommenden Album "Saivo" (Sommer '10) online gestellt. prophecy-productions.de

BestOf von Helloween im Januar

Zum 25jährigen JubelDingsbums spendieren Helloween ihren Fans Anfang nächsten Jahres eine BestOf-Scheibe mit insgesamt elf Tracks, wobei "The keeper's trilogy" ein 17-Minuten-Medley von "Halloween", "Keeper of the seven keys" und "The king for a 1000 years" ist. Die Scheibe, die in "normal", als Limited Digi plus Bonus-DVD und Vinyl erscheint, heißt "Unarmed" und ist keine der üblichen Zusammenstellungen, denn alle Tracks wurden neu arrangiert. Das Teil erscheint am 29. Januar 2010.

review Unholy Matrimony: Croire, décroître

Also, man kann seine Zeit sicher noch sinnloser totschlagen als mit dem dritten Album von Vladimir Cochet, der neben Weeping Birth und Mirrorthrone eben auch noch Unholy Matrimony „betreibt“. Waren mir die VorgängerScheiben namens „Love and death“ und „Misologie“ schon als nur durchschnittlich hängengeblieben, seh ich bei „Croire, décroître“ („vom Glauben abfallen“?, „glauben, schwach werden“?) keine großartigen Veränderungen, geschweige denn Verbesserungen. Auch dieser AchtTracker bietet durchschnittlichen Black Metal, mit starken Tendenzen zu Progressive (und) Death Metal. Die Songs sind fast alle viel zu lang und wenig abwechslungsreich, als das sie in diesem GenreGemisch über längere Zeit den Hörer fesseln könnten. Der eindeutige Gebrauch eines DrumComputers wirkt sich natürlich nicht positiv aus. Vorallem, weil es größtenteils auf ein pures, nagelndes MaschinenGeräusch hinausläuft und die Tracks doch eher emotionale Themen behandeln. So bleiben die einzigen Lichtblicke die GitarrenTechnik und der wie immer passende, variable, französische „Gesang“ des Schweizer Machers. Aber das ist eben zu wenig. deepsend.com

Montag, 2. November 2009

Drei Unfälle und ein Grottenkick

Dieser elfte Spieltag hatte es ja mehr in sich, als zu erwarten war. Fangen wir mal bei den Bayern an. Das war wirklich der absolute Scheißdreck, der da zusammen"gespielt" wurde. Der VfB hat jeweils die ersten und letzten fünf Minuten der beiden Halbzeiten gedrückt wie irre und dazwischen die Arbeit verweigert. Und der FCB? Anstatt die Schwäche auszunutzen, hat sich die Truppe des Heiligen Gaal auf's gleiche Niveau herabgelassen und eine Kaffeefahrt veranstaltet. Leistungsmäßig müßten beide drei Punkte abgezogen bekommen. Deswegen Grottenkick. Und die Unfälle? Als erstes zählt dazu das VerlustSpiel des HSV. Zuhause gegen Gladbach verloren. Das hat doch was. Nicht viel besser macht's Wolfsburg, die daheim zwei Punkte gegen Mainz liegenlassen. Und Leverkusen, die sich im letzten Moment noch von Schalke die Wurst vom Brot ziehen lassen. Oder Werder, die im Rennen zur Tabellenspitze bei Nürnberg auch nur einen Punkt holen. So gesehen können die Bayern noch ganz zufrieden sein, daß nur Hoffenheim an ihnen vorbeigezogen ist und der Abstand zum ersten Platz nur vier Punkte beträgt.

Sonntag, 1. November 2009

Von aggro bis zuckersüß: Die neuen Platten

Unweigerlich streben wir dem Jahresende entgegen. Man merkt's auf den Straßen, wo sich praktisch Baustelle an Baustelle reiht (der Irrsinn deutscher GeldPolitik: alle Mittel, die die Gemeinden in einem Jahr nicht ausgeben, bekommen sie im nächsten Jahr nicht mehr bewilligt). In den Supermärkten, wo Weihnachten fast schon gelaufen ist. Und in den Plattenläden - angesichts der Unmengen an FestBeschallung (Andrea Bocelli: My christmas), LiveAlben, JubiläumsEditionen und BestOf-Sammelsurien von Chris Rea über Foo Fighters, Michael Jackson, Nirvana, Stephen Stils bis Skunk Anansie. Bleibt da noch Platz für anderes? Etwas schon. Wer's härter mag, darf sich etwa an Between The Buried And Me ("The great misdirect") oder an Blaze Bayley's "The night that will not die" erfreuen. Da fällt mir gerade auf - hört euch mal den Trailer zur BTBAM-Scheibe und den Anfang vom ersten Song "Voices from the past" vom ollen BB an. Wer klaut hier von wem? Okay, dann haben wir noch den WasAuchImmerFuckinFunnyGrindcore von Milking The Goatmachine ("Back from the goats") und selbstverständlich (!TROMMELWIRBEL!) SLEEOOORRR, also Slayer mit "World painted blood". Ein ÜberHammer? Wir werden sehen... Weil wir grade bei den bösen Jungs sind... Auch Sido hat'n neues Album: "Aggro Berlin". Warum zum Teufel verwechsel ich eigentlich Paul Hartmut Würdig immer mit Anus "Bushido" Fenchel? Also, wer war der MaskenMann? Der Herr Würdig, oder? Na egal - willkommen im Mainstream! Ab jetzt geht's abwärts... War noch was? Na, zum Beispiel PopRock der von Australien nach Berlin umgesiedelten (wer macht den sowas?) Firma Expatriate ("In the midst of this"), oder der typische KäseRock von Bon Jovi ("The circle"). Aus den 80ern rübergebeamter HardRock von Lita Ford ("Wicked wonderland"), punkiger FolkRock von Schelmish ("Die hässlichen Kinder"), AlternativeRock mit KnurrhahnFronter á la Creed ("Full circle" - man hat's grad mit Kreisen, oder...), progrockige Soundcollagen aus Italien von Nosound ("A sense of loss"), GaragenPunkRock mit Biohazard-Member und streckenweisem Highschool-Appeal von Suicide City ("Frenzy"). Und für die kuschligen Momente: BritPop von Athlete mit "Black swan".



Freitag, 30. Oktober 2009

Der elfte Spieltag - mein Tipp

Wie wird's ausgehen? Das Duell, das hier im Süden die FußballInteressierten rollig macht. Die Bayern in Stuttgart... Entweder stemmt sich der VfB gerade jetzt, gegen München und bis zum Hals in der Krise, gegen eine weitere Heimpleite oder die Bayern, momentan in ansteigender Form und seit vier Jahren ohne Sieg am Wasen, nutzen das Wurmloch der Stuttgarter und rammen sie unangespitzt in den Boden. Für mich steht ein Sieg der Bayern außer Frage.
Watt hamwa noch? Heute abend Dortmund gegen die Hertha. Eigentlich kein ProblemFall für den BVB, trotzdem wird sich der HauptstadtClub voll reinhängen und einen Punkt holen. Wolfsburg gegen Mainz sieht auch klar aus, dennoch waren die Siege des VfL immer knapp. HSV gegen Gladbach und Frankfurt gegen Bochum - alles andere als Heimsiege wären überraschend. Für Freiburg hoffe ich auf ein Ende der Heimschwäche und einen Sieg gegen Hoffenheim. Köln und Hannover werden sich egalisieren. Bremen hat zwar 'ne starke AuswärtsBilanz, aber die Nürnberger werden zuhause kämpfen und wenigstens das Remis holen. Und Schalke gegen Leverkusen? Das SpitzenSpiel. Die Statistik spricht vielleicht für Leverkusen, aber wie so oft in diesen hochgehandelten Partien, wird sie ohne Sieger enden. Was auch für die Tabelle gut wäre...
Dortmund : Hertha 1:1
Wolfsburg : Mainz 05 2:2
Stuttgart : FC Bayern 1:2
HSV : Gladbach 2:0
Köln : Hannover 0:0
Nürnberg : Bremen 1:1
Schalke 04 : Leverkusen 2:2
Freiburg : Hoffenheim 2:1
Frankfurt : Bochum 2:0

Fatal Underground Zine #32 fertisch

Sachsen-Anhalt's Finest in Sachen Underground-Metal-Postille legt gerade Ausgabe 32 auf den Tresen. Wie immer hat der Leo keine Mühen und weder Schweiß noch andere Körperflüssigkeiten gescheut, um der Leserschaft das volle Programm zu bieten. 140 Seiten gestopft mit Reviews, Live-Berichten, News, diversen Specials und über 20 Inties (Graveyard, Nachtmystium, Immolation, Strydegor, ...) erwarten euch für wie immer gnadenlos billige 145 EuroCent alles inclusive! fatal-underground.de

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Triple-Stream-Angebot von Debemur Morti

Es wird allmählich zur Gewohnheit, daß Debemur Morti seine Veröffentlichungen um den ReleaseTermin herum als KomplettStream online stellt. Aktuell betrifft es gleich drei Scheiben, die man sich in voller Länge zu Gemüte führen kann. Angefangen bei Way To End's "Desecrated internal journey", über Vetus Obscurum's "Blood revelations" bis zum aktuellen Ruins-Album "Front the final foes". Es ist angerichtet! debemur-morti.com

Neu bei Alfa Matrix: Krystal System EP

Ende 2008 hatte das Pariser DarkElectro/Wave/Trash-Duo Krystal System ihr Debüt "Underground" über Alfa Matrix abgeliefert. Ende November diesen Jahres gibt es eine neue EP namens "VooDoo Night Sessions" mit Überarbeitungen von fünf eigenen Tracks und zwei KofferVersionen von Depeche Mode's "Master and servant". alfa-matrix.com

Mastic Scum: Album-Details und neuer Song

Am 13. November wollen die "Meister der Vier-Buchstaben-AlbumTitel" Mastic Scum ihr viertes StudioAlbum über Twilight releasen. Vorab gibt's diverse Details (Artwork, Tracklist) zu "Dust" im MySpace-Blog zu lesen und den ersten neuen Song "Construcdead" zu hören.

Fünftes Cales-Album kommt am Montag

Die Epic-Pagan-Band Cales von Ex-Root-Gitarrist Blackie wird am Montag via Metal Breath Production ihr neues Album veröffentlichen. Das Teil hört auf den ominösen Namen "KRF" und soll wesentlich härter und schwerer als sein Vorgänger "Savage blood" sein. Einen ersten Eindruck bietet das (inoffizielle) Video zu "Varjag". metalbreath.cz

Mittwoch, 28. Oktober 2009

BandWettbewerb von AudioMagnet

Das OnlinePortal AudioMagnet sucht die "Best Unsigned Band" und schenkt dem Gewinner eine hochdotierte PromoKampagne. Die genauen Details der Aktion könnt ihr HIER nachlesen.

Nervine: Neue LärmScheibe und ReleaseParty

Meine Ländle-Lieblings-Shock'n'Roller Nervine, hab ich so nebenbei beim Cruisen zur Arbeit auf'm Plakat erfahren, beehren die Gemeinde im November mit ihrer dritten LangspielScheibe (Review wird's demnächst auch hier geben). Nachdem schon vor dem letzten Album "Rebel hell" ein neuer Bassist (Roy King) in die Band kam, ist mittlerweile Frontsau und Gitarrist Angerpower letztverbliebendes GründungsMitglied, denn im Sommer 2008 wurde mit El Valeron ein neuer Schlagwerker ins Boot geholt. Der frischgepreßte Rundling heißt nun "Trails of dirt" (was einiges verspricht) und wird am 07. November im Alten E-Werk zu Göppingen mit einer ReleaseParty offiziell unter die Massen gebracht. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr, eine ZutrittsGebühr in Höhe von 5 Euro sowie ansprechende, dem Anlaß gebührende Kleidung ist erforderlich. Im Vorprogramm treten die MusikFormationen Electro Baby und Glue auf. Viel Vergnügen!

Dienstag, 27. Oktober 2009

4-CD-Pack zu gewinnen

Das Teeth Of The Divine OnlineMag und Deepsend Records, beide aus USA, veranstalten gerade eine gemeinsame WerbeAktion. Bei der gibt es gleich vier CD's auf einmal zu gewinnen. Und zwar The Cleansing’s “Poisoned legacy”, Antagony’s “Days of night”, Expulsion’s “Wasteworld” und Unholy Matrimony’s “Croire, decroitre”. Allerdings auch nur für einen Teilnehmer, der aus der Masse ausgelost wird. Um mitzumachen, muß man sich im TOTD-Forum anmelden (oder bereits Mitglied sein) und dann eine E-mail mit dem Betreff "Deepsend Records Giveaway" sowie dem eigenen UserNamen, EchtNamen und MailAdresse im Text an "editors (at) teethofthedivine.com" senden. Allerdings weiß ich nicht, ob die Aktion eventuell nur für US-Bürger gedacht ist. Probieren kann man's ja mal...

Borea-Demos auf CD

Das polnische Label Psycho Records, ein Ableger übrigens des Psycho Magazine's, wird im November zwei Demos der ebenfalls aus Polen stammenden und mittlerweile aufgelösten DeathThrasher Borea auf CD veröffentlichen. Es handelt sich dabei um "Before you die" von '92 und "Whose fault" von '93. Die Scheibe wird auf 500 Stück limitiert sein und (wenn ich das wirre Englisch richtig interpretiere) ein Bonus beinhaltet, der kürzlich aufgenommen wurde. ...grad eben hab ich doch geschrieben, daß die Band aufgelöst ist... Egal, wen's interessiert, dem sei es hiermit gesagt.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Ohrenfutter - frisch serviert

Neue Woche, neues Glück - für die musikgeschmacklich Verstrahlten hat sich auch dieser Tage die Industrie wieder in die Räder gestemmt, um die Gehörgänge zuzuschütten. Ganz oben auf der Hitliste diesmal: Singer/Songwriter. Na klar doch, es geht straff auf Weihnachten zu, da muß man was für's Gemüt tun. Deswegen tummelt sich Jack Johnson ("En concert") neben William Fitzsimmons ("The sparrow and the crow"), Sufjan Stevens ("BBQ [The Brooklyn-Queens Expressway]") und, wie könnte es anders sein, Neil Diamond ("A cherry cherry christmas" - was auch sonst...). Dem noch nicht genug, versuchen auch andere schnell noch, ein paar Kaufwillige in die Läden zu locken: Westernhagen ("Williamsburg"), Mr. Griesgram himself Gunter Gabriel ("Sohn aus dem Volk: German recordings"), Alt-Polizist Sting ("If on a winter's night") und natürlich Rod "Strähnchen-sind-immer-in" Stewart ("Soulbook"). Inwieweit in diese Reihe P!nk, U2 und R.E.M mit ihren Sonder-Editionen respektive Live-Scheiben passen, darf jeder selbst entscheiden. Selbstverständlich waren auch die anderen Rockers und Poppers dieser Welt nicht faul, siehe Wirtz ("Erdling"), Lo Fat Orchestra ("Question for honey") oder Emily Osment ("Wonder"). Ganz zu schweigen von Gorgeross, ahm Gorgoroth ("Quantos possunt ad satanitatem trahunt" - boaey, was'n Titel!!), der B-Star-MixTruppe Watch Me Bleed ("Souldrinker") oder den englischen The Dead Lay Waiting ("We rise" - typischer, hochmoderner, mainstreamiger DeathCore). Mein Tipp: Russian Circles ("Geneva") aus Chicago, die mich rein instrumental überzeugt haben. Denn einen Sänger spart sich das Trio - experimenteller, geradliniger Rock zwischen Dampframme und Atmosphäre.

Samstag, 24. Oktober 2009

Bayern duseln, Stuttgart im Sinkflug

Mei, war des knapp! Allerdings wäre selbst eine Punkteteilung für die Frankfurter sowas von unverdient gewesen. War's nun der berühmt-berüchtigte Dusel, daß die Münchner doch drei Punkte holen konnten? Die Aura des Heiligen Gaal, daß er den Torschützen noch eingewechselt hat? Der reine Wille zum Sieg? (*Ironie aus*) Man weiß es nicht. Fest steht, daß den Stuttgarter genau das abgeht, was die Bayern momentan noch von Spieltag zu Spieltag rettet und oben hält. Der VfB läuft und fightet und kann trotzdem nicht gewinnen. Bleibt zu hoffen, daß der Trainer noch weitermachen darf. Denn eigentlich kann nur Babbel die Stuttgarter aus diesem Loch holen. Man muß ihn nur lassen...